Der Produktionsprozess Schritt für Schritt
PET Power stellt den größten Teil seines Sortiments mithilfe des so genannten ISBM-Verfahrens her. ISBM bedeutet Injection Stretch Blow Moulding, das „Spritz-Streck-Blasform-Verfahren“. Der Maschinenpark ist für eine Single-Stage-Technik ausgelegt. Das bedeutet, dass der Vorformling und die Endform (Tiegel oder Flakon) auf ein und derselben Maschine hergestellt werden. Diese Methode eignet sich ausgezeichnet sowohl für kleinere Stückzahlen als auch für größere Serien. Das Verfahren bis zum Endprodukt wird optimal kontrolliert. Die Herstellung der Flakons und Tiegel erfolgt bei dieser Methode in drei Schritten.

1. Schritt: Herstellung des Vorformlings
(Preform-Technik)
Der Grundstoff, das PET-Granulat, wird zunächst getrocknet. Dann wird es über einen schraubenförmigen Zylinder vom Trocknungsgerät in die Maschine geführt. Dieser Transport geht mit einer starken Erhitzung des Granulats einher, wodurch sich das PET verflüssigt. Bei gewöhnlichem PET entsteht in dieser Phase die transparente Klarheit des Materials. Wenn das Material eingefärbt werden soll, werden nun die Farbstoffe zugesetzt. Das flüssige PET wird anschließend in die erste Matrize, die so genannte Vorform-Matrize, injiziert. So erhalten im selben Arbeitsschritt der Hals des Flakons oder Tiegels die richtige Weite und das gesamte Produkt das gewünschte Gewicht.

2. Schritt: Herstellung der Endform
(Blasform-Technik)
Der Vorformling bleibt an dem soeben mit großer Präzision hergestellten Gefäßhals befestigt und wird über einen Drehteller zur nächsten Station befördert. Bei bestimmten Maschinen wird hier zunächst der Vorformling konditioniert, beispielsweise zur weiteren Optimierung des Temperaturprofils. Bei anderen Maschinen folgt jedoch direkt die Blasstation. Die Blasmatrize gibt dem Vorformling seine endgültige Form, indem der bearbeitbare Teil unterhalb des Halses gestreckt und ausgeblasen wird. Das Strecken erfolgt mittels eines Streckdorns, der das Material bis zum Boden führt. Das Ausblasen sorgt dafür, dass das PET bis zur Wand der Blasmatrize gelangt. Auf diese Weise lassen sich die unterschiedlichsten Formen und Motive realisieren.

3. Schritt: Herstellung des Endprodukts
Nun wird das Produkt zu einer letzten Station der Maschine befördert. Hier wird der Flakon oder Tiegel von einem Abnehmer auf ein Fließband gesetzt, auf dem die letzte Kontrolle vor der Verpackungsphase stattfindet. Dabei kann es sich um eine Sichtkontrolle, eine Dichtigkeitsprüfung und eventuell um eine zusätzliche Kamerakontrolle handeln. Die genaue Vorgehensweise hängt von der Art des Produkts ab. Anschließend erfolgt die Verpackung gemäß den vereinbarten Spezifikationen. Die Maschinen bringen nun noch Codes für die Lagerung und den Versand an.
Andere Verfahren
Es gibt noch weitere Methoden zur Herstellung von Flakons und Tiegeln aus PET, darunter das Two-Stage-Verfahren, das vor allem bei der Massenproduktion zum Einsatz kommt. Der Prozess verläuft dann grundsätzlich nach demselben Muster wie oben beschrieben, jedoch auf zwei verschiedenen Maschinen. Diese Maschinen können sich sogar an unterschiedlichen Standorten befinden. Dieses Verfahren hat Vor- und Nachteile; PET Power erteilt Ihnen auf Wunsch gern nähere Auskünfte. Dasselbe gilt für andere Verfahren, etwa die Extrusion von PETG (Polyethylenterephthalat-Glycol) und anderen Materialien.
Um dem Kunden einen noch besseren Einblick in die Produktionsprozesse zu vermitteln, steht ein kurzer Informationsfilm zur Verfügung. Noch anschaulicher wird der Produktionsprozess jedoch bei einem Werksbesuch. Wenn Sie sich für den Film oder eine Werksführung interessieren oder spezifische Fragen haben, wenden Sie sich bitte an
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